[Bericht] 90. Rollenspiel Treff und SL-Brunch

[Bericht] 90. Rollenspiel Treff und SL-Brunch

Am 16.03.2024 fand zum 90zigsten mal der Rollenspieltreff Freiburg statt. Und auch wenn die 100 noch nicht voll sind, gibt es einiges zu feiern.

Zum ersten mal konnten 68 Spiellende in insgesamt 11 Spielrunden unterkommen.

Dabei war das Angebot so divers und abwechslungsreich wie noch nie und für alle Altersstufen geeignet:

  • Dungeons and Dragons 5e mit Piraten (nicht sooo klassische Fantasy)
  • Die Schwarze Katze (Kinderrunde)
  • Ascendant (Superhelden und Roboter)
  • Mathematik Kongress (Wissenschaft)
  • Bunkers and Badasses (Das Rollenspiel Borderlands Universum von Tinas Wonderland)
  • Schadowrun (Fantasy Cyberpunk)
  • Das Schwarze Auge 1e+ (Deutsche Fantasy)
  • Dungeons und Dragons 5e (Englishe Fantasy Runde)
  • Call of Chtulhu (Lovecraft Horror)
  • Privat Eye (Detective)
  • Star Wars am Rande des Imperiums (Space Opera)

Wir möchten uns auch bei der Mediathek und der Stadtbibliothek bedanken, die uns durch das zur Verfügungstellen der Räumlichkeiten, diesen Erfolg ermöglicht haben.

Vor dem eigentlichen Rollenspieltreff um 13 Uhr fand noch zum 4. Mal der SL-Brunch statt, in dem sich angehende Spielleitungen im lockeren Umfeld Tipps und Anregungen für ihre anstehende Aufgabe holen konnten.

So wurden unter anderem die folgenden Fragestellungen diskutiert:

Was macht man mit dem Character der Spielleitung, wenn diese Aufgabe in der der Gruppe reihum geht?

– Der Character ist woanders und geht anderen Tätigkeiten nach und tritt deshalb nicht in Erscheinung.
– Der Character Läuft mit, ist aber an der Handlung komplett unbeteiligt.
– Der Character ist dabei wird aber weitgehend ignoriert, kann aber im minimalem Umfang eingesetzt werden (z.B. Heilung)
– Der Character wird von einem der anderen Spiellenden übernommen.

Was macht man, wenn das Abenteuer einer vorgefertigten Kampagne aus dem Ruder läuft?

Dieses Thema wurde aufgrund der vielen anderen Themen und regen Diskussion nur angerissen. Wir werden es aber sicher noch mal an einem der folgenden Brunchs besprechen.

Wie geht man mit der Erfahrungspunkteverteilung in den Runden um?

Alle Spielenden bekommen gleich viele Punkte (wie immer dir Punkte in de System heißen mögen). Ob abwesende Spielende auch Punkte erhalten, wurde unterschiedliche gesehen. Es wurde zu Bedenken gegeben, dass eine ungleichmäßige Verteilung und gerade eine Bewertung durch Punkte, was gutes oder richtiges Rollenspiel ist, als kritisch gesehen wurde. Daher sollte die Entscheidung darüber, wie, ob und wann Punkte vergeben werden, auch als Gruppenentscheid zum Beispiel in einer Session 0 vor oder zu Beginn der ersten Runde besprochen werden. Es wurden auch Systeme angesprochen die keine Punkte verwenden, sondern über immer schwierig werdende Würfe versuchen die Charakterentwicklung zu immer höheren Leveln auszubremsen und damit einen Ausgleich zu schaffen.

Wie bekommt man einen guten Einstieg hin, der die Charaktere mitnimmt?

Man kann den Hintergrund der Charaktere an den Plot knüpfen (z.B. durch ein gemeinsames Element). So kann zum Beispiel ein verwandtschaftliches oder geschäftliches Verhältnis bestehen. Auch kann man Spielenden eine Auswahl an Anknüpfungspunkten (zum Beispiel auf ausgelegten Karten) anbieten, aus denen sie sich dann eine der Möglichkeiten für ihren Charakter aussuchen. Man kann die Spielenden auch vor dem Spiel Beziehungen zueinander herstellen lassen. Diese geben den Charakteren dann Hintergrund und Verbindungen, die man in die Geschichte einbauen kann.

Wie viel Vorgaben darf/sollte man einem Charakter mitgeben?

Vorgaben, die man einem Charakter macht, müssen von Spielenden nicht als Zwang angesehen werden; wenn man klar macht, dass es Vorschläge und Anregungen sind, fühlen sich viele Spielende sogar erst einmal etwas entlastet vom kreativen Druck. Wenn Änderungen gewünscht sind, kann man diese ansprechen und kommunizieren. Das sollte dann auch entsprechend berücksichtigt werden.

Was sind einfache System für den Einstieg – auf für Kinder?

Hier eignen sich vor allem auch Systeme wie Tiny Dungeon die mit ihren eingefärbten Würfeln in Ampelfarben auch für Kinder gut zu erfassen sind und die auch sonst keine mathematischen Anforderungen an die Gruppe stellen.

Was sind Systeme die Erzählung und Improvisation in den Vordergrund stellen?

Hier wurden vor allem Systeme aus dem Powered by the Apokalypse Umfeld genannt aber auch das an Blades in the Dark angelehnte Candela Obscura, das durch Critical Role bekannt ist.

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